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“Auf den Spuren der Altinati”

Altino - Torcello

Venedig ist weltweit bekannt für den großen Reichtum an Kultur und Kunst. Der Ursprung all dies ist aber im Landesinnern zu suchen, da es dort war, wo alles begann. Die Geschichte wird uns durch die Vasen, Urnen, Kapitelle, Schwerter und Schmuckstücke erzählt, die in den Gräberfeldern gefunden und in den Räumen des Nationalen Archäologischen Museums von Altino ausgestellt sind. Altino, antiker römischer Hafen, der infolge des Hunneneinfalls Attilas zerstört und verlassen wurde (452 n.Chr.). Die Einwohner sahen sich demzufolge gezwungen, in die Lagune zu flüchten, von wo aus wir deren Spuren verfolgen: Längs des Silone-Kanals erreichen wir die Insel Torcello, deren antiker Name Turricellum war, einst wichtigste Stadt der Lagune und „Mutter“ von Venedig. Fluchtort des von den Barbaren verfolgten "Altinati“ Volks, später eine geschäftige und aufblühende Stadt mit vielen Kirchen, Palazzi, Villen und florierenden Industrien, vor allem Wollindustrie. Aufgrund der Versumpfung der Gewässer siedelten die Inselbewohner zu dem nahen Rivo Alto (Venedig), wo sich bereits der Mittelpunkt des Handelswesens befand. Einen Besuch wert sind das Stadtmuseum, in dessen Innern eine Reihe von interessanten Archäologischen Funden ausgestellt sind, die Kathedrale Santa Maria Assunta (639 v.Chr.), bekannt für ihr riesengroßes Mosaik, auf dem das “Jüngste Gericht” dargestellt ist, und die Kirche Santa Fosca (6.–12. Jhd.). Außerdem sehenswert die elegante "Locanda Cipriani", unter deren berühmten Gäste der Schriftsteller Ernest Hemingway zählte, der von hier aus auf seine geliebten Entenjagden ging. Ebenfalls einen Abstecher wert ist die eindrucksvolle Brücke "Ponte del Diavolo", die ihren Namen verschiedenen Legenden verdankt.

 

 

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